YARDBIRDS

In Kooperation mit "OUT OF TIME PRODUCTIONS":

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Was macht eine Band, wenn sie eine Legende der sechziger Jahre darstellt und Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page auf der Visitenkarte hat? Jubeln natürlich. Was aber macht diese Truppe, wenn die drei nun – logo! – allesamt längst nicht mehr dabei sind? Wer mit derlei Skepsis erst nach Jahrzehnten wieder auf diese Band stößt, deren Originale sich auf Drummer Jim McCarty und Gitarrist Chris Dreja beschränken, der traute seinen Augen und Ohren nicht. Hier sind auch 2007 tatsächlich noch Giganten des R&B-Genres bei der Arbeit – präzise, punktgenau, prall und packend von der ersten Sekunde ihres “Train-Kept-A-Rolling“-Sounds an. Die beiden Oldies McCarty und Dreja liefern agil und alterslos das Groove-Fundament ihres Repertoires, spielten ihre seit Ewigkeiten zu hörenden Klassiker wie “Evil Hearted You“ und “I´m Not Talking“ noch immer mit Inbrunst.

Zentralorgan ist John Idan alias “Studebaker John“, der mit Moptop-Frisur à la Jeff Beck, tänzelnder Sixties-Choreographie, elegant-dynamischem McCartney-Höfner-Bass und einer absolut überzeugenden Leadstimme seit zwanzig Jahren die geheime Seele der Band darstellt. Der Mann mag über vierzig sein, aber hier hat Young Cliff seinen sprichwörtlichen “Enkel“. Mit Enkeln kennen sich die Yardbirds neuerdings aus – ihr brandneuer Gitarrist Ben King ist gerade mal zweiundzwanzig, begeistert auf alten Dschungel-Rhythmen ebenso wie im Blues-Schema. Dazu Nine Below Zeros Billyboy Miskillin an Mundharmonika und Tambourin, optisch eine Reminiszenz an den unvergessenen Ur-Leadsänger Keith Relf. Man höre nur mal “Crying Out For Love“ und “A Dream Within A Dream” vom 2002-Studio-Comeback BIRDLAND, danach geht es jeden Abend Schlag auf Schlag weiter mit Evergreens à la “Shapes Of Things“. Die Sixties im 21. Jahrhundert, knackfrisch und lebendig.

Uli Twelker

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