EDGAR BROUGHTON BAND
Edgar Broughton, Steve Broughton, Arthur Grant, Luke Broughton, Dave
Cox
Nicht nur die Stones altern in vollem Saft und Kraft: Nach dreißig
Jahren steht das Original-Rumpf -Trio der EBB aus Edgar (Gitarre und
zappaesker Guttural-Gesang), Steve Broughton (Schlagzeug) und dem
singenden Bassisten Arthur Grant noch immer! Den Idealen eines
politisch motivierten Hardrocks, versetzt mit Melancholie und Horror,
blieb man sich treu: Ein Hammer wie “Revelations“ gelingt ihnen auf
der Bühne nach wie vor knackig, “Evening Over Rooftops“ oder “The Moth“
transportieren mit ihren Melodien eine Traurigkeit, welche die falsche
Fröhlichkeit vieler Popgrößen entlarvt - und leer wirken lässt!
“Refugee“ und “Dr Spock“, mit bewährter Gruselpower eingeleitet durch
gruselige Tomschläge Steve Broughtons, lassen uns unvermindert
erschauern. All die remasterten Harvest-Platten gibt es also wieder
live!
Und doch ist die Zeit nicht stehengeblieben: 2007 steht mit
Bandgründer Edgar Broughtons Sohn Luke die neue Generation
gleichberechtigt neben den Veteranen und der "neue" Gitarrist Andrew
Taylor ist sogar ein EBB-Fan seit er sieben Jahre alt ist. Das bittere
Anti-Kriegs-Hörspiel “American Boy Soldier“ - Ende der Sechziger die
Hymne der Kriegsdienstverweigerer und "Zuvieldienstleistenden" -
bekommt ein
George-Double-You-Irak-Intro sowie ein herrliches
Texas-Alt-Country-Solo von Andy Taylor. “Out Demons Out“ - das endlose
Mantra, mit dem die Schnorrer-Hippies damals lautstark Free Concerts
forderten - und von der Edgar Broughton Band auch bekamen - bildet
immer noch das Finale einer Show, die ihren Reiz hat, weil Könner auf
der Bühne stehen, welche die Hippie-Attitüde nicht eingeübt, sondern
mit erfunden haben. Wer Beweise braucht, schaut sich die aktuelle
Rockpalast-DVD an und kommt dann direkt in die Clubs!
Uli Twelker (GOOD TIMES)
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